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Worum geht es?

 

Noch nie wurde in der Schweiz soviel gebaut wie heute. Die Menge an Aushubmaterial sowie an leicht belasteten Bauabfällen nimmt dadurch stetig zu. Es gibt zu wenig Deponiestandorte, vor allem für leicht belastete Bauabfälle – sogenanntes B-Material oder Inertstoffe.

Die Bauwirtschaft entwickelt sich zunehmend zu einer Kreislaufwirtschaft. Die JMS-Gruppe legt einen grossen Fokus auf die Schliessung der Stoffkreisläufe und den Einsatz von Recycling-Material. Diese Verfahren werden stetig weiterentwickelt und optimiert. Bauabfälle werden so weit wie möglich sortiert und umweltgerecht aufbereitet. Ein Teil des Materials ist aufgrund seiner Beschaffenheit für die Wiederverwertung aber ungeeignet und muss deponiert werden.

Aufgrund der geologischen Beschaffenheit und im Hinblick auf den Grundwasserschutz ist das Gebiet Sonnenfeld in Ermenswil als Abbau- und Deponiestandort prädestiniert. Seit den 1970er-Jahren wird hier Kies abgebaut. Das gewonnene Rohmaterial wird direkt auf Baustellen geliefert. Dort wird es für Baugruben-Stabilisierungen, Pistenbauten, Hinterfüllungen oder für Gartenbauarbeiten genutzt. Ebenfalls wird das Rohmaterial zur Aufbereitung von hochwertigen Kiesen für die Betonproduktion verwendet.

Nach erfolgtem Abbau werden die Gruben wieder mit unbelastetem Aushubmaterial aufgefüllt, rekultiviert und renaturiert. Diese Doppelfunktion als Abbaustandort und Deponie macht in mehrfacher Hinsicht Sinn: Mit Kombifuhren (Hinweg Deponiematerial, Rückweg Kies) lässt sich das Verkehrsaufkommen reduzieren; bestehende Werksanlagen können auch für den Deponiebetrieb genutzt werden; es wird weniger Boden beansprucht; und der Eingriff in die Natur wird minimiert.

Nun besteht die Absicht, den Perimeter zu erweitern und neben unbelastetem Aushubmaterial neu auch Inertstoffe abzulagern. Das Vorhaben leistet Gewähr, dass für die Wirtschaftsregion Zürichsee-Linth und die Agglo Obersee genügend Deponieraum zur Verfügung steht.

 

Über das Projekt

 

1 Projekt Sonnenfeld

 

Das Projekt soll nach Erhalt der notwendigen Bewilligungen in drei Etappen über insgesamt rund 25 Jahre realisiert werden.

Abbauvolumen total: 640'000 m3 (davon 510'000 m3 verwertbar)

Deponievolumen total: 804'000 m3 (davon 655'000 m3 verwertbar)

Abbau- und Deponievolumen pro Jahr: 45'000 m3 (Dreijahres-Durchschnitt)

Voraussetzung ist die Genehmigung des Sondernutzungsplans durch das Baudepartement des Kantons St. Gallen. Im Sondernutzungsplan werden die technischen und raumplanerischen Rahmenbedingungen für das Projekt festgelegt.

Die Bevölkerung hat ein Mitwirkungsrecht. Im Anhörungs- und Mitwirkungsverfahren bestand die Möglichkeit, zum Vorhaben Stellung zu nehmen. Die Bauherrschaft hat die Rückmeldungen ernst genommen und das Projekt angepasst. Die durchschnittliche jährliche Abbau- und Deponiemenge wird um ein Viertel reduziert. Durch diese Anpassungen verringert sich auch der Zusatzverkehr. Mehr dazu lesen Sie hier.